Entwicklung einer Rohstoffbörse für nachhaltige Rohstoffe

Nutzersicht – Forschung und Praxis

 

Nachbericht zur Veranstaltung am BioCampus im Hafen Straubing-Sand am 04.07.2019

Die „Digitale Rohstoffbörse für nachhaltige Rohstoffe“ ist ein zukünftiger Marktplatz für biobasierte Roh- und Reststoffe. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Referenten und Teilnehmende Herausforderungen und Chancen für biobasierte Wirtschaftskreisläufe. Eine Rohstoffbörse kann die nachhaltige Bioökonomie durch Bereitstellung von Rohstoffen und Ausgangsstoffen für eine höhere Wertschöpfung stärken und den Informationsaustausch über branchenübergreifende Dialoge erleichtern.

Die eingeladenen Referenten und Teilnehmer der Veranstaltung am BioCampus in Hafen Straubing-Sand am
4. Juli 2019, kamen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Landwirtschaft, BioÖkonomie, Informationstechnologie und Forschung.

Ziel des Forums war es, Erfahrung und Praxiswissen aus diesen Bereichen zu bündeln und für die Konzeption der Onlineplattform in ein nutzerfreundliches Format umzusetzen.

Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass die Rohstoffverfügbarkeit in Bioökonomieansiedlungen ein wichtiger Vorteil für einen Standort ist, wie auch die Bereitstellung nachhaltig erzeugter Rohstoffe. Die Nutzung von Reststoffen mittels Upgrading erhöht die Wertschöpfung. Biogene Zwischenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung, wie beispielsweise Himbeer- der Apfeltrester  dienen wiederum als Ausgangsstoff für die industrielle Weiterverarbeitung. Am Beispiel des russischen Löwenzahns, ein nachwachsender Rohstoff der sich für die Herstellung von Kautschuk, Latex und Inulin eignet wird deutlich, dass alternative Ausgangsstoffe zur Materialsubstitution ein wichtiges „back up“ liefern.

Aus Sicht der Experten ist ein digitaler Marktplatz förderlich für die Transparenz und Verfügbarkeit von Roh- und Reststoffen, sowie die Vernetzung von Erzeugern und Verarbeitern, auch im regionalen Bereich.

Der Innovationsworkshop verdeutlichte, wie sich mit der Methode „Design Thinking“ die Nutzeroberflächenführung von Onlineplattformen entwickeln lässt. Die Teilnehmenden diskutierten in verschiedenen Kleingruppen Fragestellungen zu Produktgesuchen und -angeboten und entwickelten anhand des „Design Thinking Mikrozyklus“  Prototypen.

Die Teilnehmer waren sich einig “Die Bioökonomie fängt auf dem Acker an.” So ist die nachhaltige Bioökonomie  ein wichtiger Schritt zu einem Strukturwandel hin zu mehr Nachhaltigkeit für  Produktionssysteme.

 

 

Projektkontakt:

Kompetenzzentrum für Ernährung – KErn
Silvia Hrouda
Tel. +49 (0) 8161/71 2778
poststelle@kern.bayern.de

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